Podiumsdisskusion zum Thema Bildung bzw. Chancengleichheit

In einer Podiumsdisskussion im Hotel "Zur Traube" in Heilbad Heiligenstadt stritten sich dieThüringer Grünen und frauenpolitische Sprecherin im Bundesvorstand ihrer Partei, Astrid Rothe-Beinlich, sowie Bernd Uwe Althaus, Leiter des Schulamtes Eichsfeld/Nordhausen unter der Moderation von Diakon Johann Freitag unter anderen auch mit den anwesenden Gästen.
Neben dem Schulmodell im Allgemeinen, wie auch im Speziellen zum Beispiel wie lange Kinder gemeinsam lernen sollen.
Die Grünen fordern bis zur 9. Klasse gemeinsam zu lernen, Die CDU bis zur 4. Klasse. Die FDP will mindestens bis zur 6. Klasse, denn ein längerer gemeinsamer Weg sei besser. So Matthias Bollwahn, Stvtr. Kreisvorsitzender der FDP im Landkreis Eichsfeld und Spitzenkandidat zum Thüringer Landtag im Wahlkreis 1.
Aus eigener Erfahrung heraus ist eine Entscheidung am Ende der 4. Klasse zum Abitur, was ja eigentlich eine Entscheidung für ein späteres Studium darstellt, zu früh, fügte Herr Bollwahn ein.
Ein Kind mit 10 Jahren zeigt nicht immer seine wirklichen Stärken und die Spätstarter sind benachteiligt.
Bernd Uwe Althaus verteidigte die Laufbahnregelung und kenne nur vereinzelte Fälle eines Rücktritts nach Klasse 5 und 6 zurück in die Regelschule.
Neben den Themen -jahrgangsübergreifenden Unterricht-, sprach Matthias Bollwahn an, daß gemeinsames Lernen aus seinem Verständnis heraus schon im Kindergarten beginnt. Daraus auch seine Frage an Bernd Uwe Althaus, wie er die Chancengleichheit für die Kinder im Kindergarten schafft, welche durch das von der CDU eingeführte Erziehungsgeld von Ihren Eltern zu Hause gelassen werden?
Eine zufriedenstellende Antwort konnte Herr Althaus nicht geben. Auch auf die Frage von der Landtagsabgeordneten Antje Ehlich Strathausen, wie die CDU überprüfen will, daß die Eltern zu Hause nach erforderlichen Normen die Kinder betreuen, musste er konstatieren, daß es keine Instrumentarien gibt.

06.08.2009 Matthias Bollwahn